New Plymouth

Eine richtig lange und anstrengende Fahrt lag hinter uns, als wir am späten Nachmittag in der kleinen Küstenstadt New Plymouth ankamen. Nach einem kurzen Check In in unserem Campingplatz machten wir uns direkt auf den Weg in das Stadtzentrum. Wir hatten nämlich mitbekommen, dass es in der Stadt gerade ein großes Lichtfestival, Festival of Lights, stattfand, den wir auf keinen Fall verpassen wollten. Und es war richtig toll! Zahlreiche Lichtinstallationen verzauberten den Stadtpark, wo das Festival stattfand, und verwandelten es in ein mystisches Wunderland. Musik Bands spielten auf den kleinen Wiesen und es herrschte eine gemütliche und entspannte Atmosphäre. Wir blieben hier für einige Stunden und genossen die Zeit und die einzigartige Stimmung, die hier in der Luft lag.

Zurück am Campingplatz war noch etwas Zeit für einen kurzen Spaziergang am Strand, pünktlich zum Sonnenuntergang. Als wäre das Lichtfestival auch hier angelangt, zauberte die Sonne ein prachtvolles und farbenfrohes Lichtspektakel über den abendlichen Himmel. Einfach nur wunderschön und der perfekte Ausklang eines langen und aufregenden Tages.

Am nächsten Morgen mussten wir bereits wieder sehr früh raus, denn die nächste große Wanderung stand bevor, 19 Kilometer durch den Egmont National Park, rund um den majestätischen Mt. Taranaki. Und so fielen wir müde in unsere Zelte, um am nächsten Tag wieder möglichst fit für das kommende große Abenteuer zu sein.

 

Pouakai Crossing

Am nächsten Tag wurden wir morgens in der Früh von einem kleinen Schuttlebus von unserem Campingplatz abgeholt, und nach einer kurzen Fahrt erreichten wir dann den Egmont National Park Visitor Centre, von wo unser Abenteuer starten sollte. Ein großes Bergmassiv lag direkt vor uns, und eine etwa 7 Stündige Wanderung durch das Hochgebirge, dichte Wälder und weite Sümpfe – die Pouakai Crossing.

Der erste Anstieg erwies sich als relativ leicht, und bereits nach einer kurzen Zeit bot sich uns ein unglaubliches Panorama mit einem Fernblick über weite umliegende Landschaft. Der Pfad verlief hier die meiste Zeit nur wenige Meter entfernt von einem steilen tiefen Abgrund und bot eine unglaublich Aussicht nach der anderen.

 

Ahukawakawa Sumpflandschaft

Nach etwa der Hälfte der Strecke erreichten wir dann das Ahukawakawa Sumpflandschaft, das mit Abstand eines der großen Highlights auf dieser Strecke. Eine weite offene Landschaft lag vor uns, umgeben von hohen Gipfeln lag es fast wie versteckt zwischen den Bergen. Das richtig Abenteuerliche dabei war dieses Sumpfgebiet zu queren. Denn der Wanderpfad, der fast mittendurch lief, war größtenteils ziemlich marode und lag an vielen Stellen teils gar unter Wasser. Und der Versuch die schwierigen Stellen über das umgebende “Grass” zu umgehen, erwies sich dann schnell als ein ziemlich fataler Fehler. Denn so wie es wohl ganz typisch für einen Sumpf ist, gab die Vegetation dort ziemlich schnell nach und man versank noch mehr im Schlamm und Wasser. Bis wir dann schließlich das ganze Gebiet durchquert hatten, waren wir fast bis auf die Knie im Schlamm und durchnässt bis auf den letzten Stofffaden.

Glücklicherweise erreichten wir nur wenige Zeit später die Pouakai Hut, in der wir uns etwas wärmen und unsere Sachen trocknen konnten. Die recht rustikal anmutende Holzhütte bestand aus zwei großen Räumen, dem Schlafsaal und einem großen Aufenthaltsraum mit einem Holzofen. Neben uns waren noch rund ein halbes Dutzend anderer Wanderer da, die meisten davon wohl auf einer mehrtägigen Tour unterwegs. Und die Hütte machte so einen unglaublich gemütlichen Eindruck, es war so herrlich am warmen Feuer zu sitzen, den Flamen zu zuschauen und einfach nur den Moment zu genießen. Für mich persönlich was es ein ganz besonderes Highlight der Wanderung.

Gestärkt und mit frischen Kräften machten wir uns schließlich auf den restlichen Weg von unserer Wanderung. Der Abstieg zurück ins Tal lief größtenteils durch einen dichten Wald, der den Namen “Goblin Forest” trägt. Ziemlich passend wie ich finde, denn der Wald mit seinen vielen mit grünem Moos überzogenen Kamahi Bäumen hatte tatsächlich etwas Magisches in sich, als wäre er einem Märchen entsprungen.

Schließlich nach fast 6 Stunden Zeit und etwas schneller als gedacht sind wir am Ende unserer Wanderung angelangt, einem kleinen Parkplatz an der Mangorei Road, von wo uns ein Shuttlebus wieder zurück zu unserem Campingplatz in New Plymouth brachte.

 

Der Elephanten Rock und die 3 Schwestern

Nach New Plymouth führte uns unser Weg wieder zurück in den Norden. Unser nächstes Ziel war die große Stadt Hamilton. Und natürlich versuchten wir auf dem Weg dorthin so viel wie möglich von den Sehenswürdigkeiten mitzunehmen und immer wieder kleinere Ausflüge zu den schönsten Orten entlang unserer Route zu unternehmen. Die besonders interessante Sehenswürdigkeit war dabei der „Elephant Rock and Three Sisters“. Diese einzigartigen Felsformationen erheben sich entlang der Küste an einem abgelegenen Strand. Besonders der Elephant Rock mit seiner markanten Form, die eine große Ähnlichkeit mit einem riesigen Elefanten besaß, war noch bis vor einiger Zeit sehr berühmt und ein wahrer Touristenmagnet, bis er leider in Folge eines schweren Erdbebens auf der Südinsel Ende 2016 schwer beschädigt wurde. Durch die massiven Erdstöße und fortschreitende Erosion brach damals der vordere Teil des großen Felsens komplett ab und stürzte ins Meer. Und obwohl der “Elefant” seitdem weder einen Rüssel noch einen Kopf besitzt, ist der Touristenansturm hierher dennoch nach wie vor ungebrochen, was ich sogar auch ganz gut verstehen kann, denn der Küstenabschnitt hier ist wirklich einmalig und richtig wunderschön.

Als wir dann später endlich in Hamilton ankamen, blieb leider nicht mehr viel Zeit diese Stadt anzuschauen, denn dort trennten sich leider wieder unsere Wege. Während meine Begleiter zurück nach Auckland aufbrachen, nahm ich den nächsten Bus Richtung Taupo, einer Stadt ganz im Zentrum der Nordinsel.

 

Taupo

Als ich in der Stadt Taupo ankam, die an dem gleichnamigen Lake Taupo liegt, musste ich regelrecht staunen, wie groß doch dieser See ist, an dessen Ufer diese Stadt erbaut wurde. Der Lake Taupo schien nahezu grenzenlos zu sein. Da wundert es einen kaum, dass er als der größte See auf der Insel gilt. Ich persönlich finde jedoch seine Entstehungsgeschichte nicht weniger faszinierend. Der See ist nämlich vor über 20.000 Jahren in Folge einer gewaltigen Eruption eines Supervulkans entstanden, nachdem dessen Krater später kollabiert und eine gigantische Senke gebildet hatte. Die so entstandene Landvertiefung wurde nach und nach mit dem Wasser der umliegenden Flüsse geflutet, bis sie irgendwann diesen großen See gebildet hat. Und dieser Supervulkan scheint immer noch unter dem See zu schlummern und gilt nach wie vor als aktiv. Eine faszinierende wenn auch etwas beängstigende Vorstellung, wenn man daran denkt welche gewaltigen Kräfte hier schon mal am Werk waren und jederzeit wieder aktiv werden könnten.

 

 

Aber all das lässt sich in der sonst eher fröhlichen und touristisch stark geprägten Stadt Taupo kaum erkennen. Die Stadt strotzt nahezu von Freizeitangeboten, und die meisten Besucher, die hierher kommen, nutzen diese Stadt auch als Ausgangspunkt zum Besuch der zahlreichen geothermalen Aktivitäten und Naturparks in der näheren Umgebung. Besonders beliebt ist dabei der Tongariro National Park, der spätestens seit dem Erfolg der Filmtrilogie “Der Herr der Ringe” eine große Bekanntheit genießt. Denn nirgendwo anders als hier wurden die Szenen zu dem berühmt berüchtigten Mordor gedreht. Da ist es dann auch wenig verwunderlich, dass eine der beliebtesten Wanderungen in ganz Neuseeland, das Tongariro Alpine Crossing, genau hier in diesem National Park verläuft. Und so war es auch mein Plan, von Taupo aus unbedingt diese Wanderung zu unternehmen, die als eines der absoluten “Must-Have’s” auf der Nordinsel gilt.

Mein Vorhaben drohte allerdingst fast zu scheitern, da der Tongariro National Park für recht schwierige und schnell wechselnde Wetterverhältnisse sehr bekannt ist. Und so musste mein erster Ausflugstermin sehr kurzfristig abgesagt werden, da die Wettervorhersage an diesem Tag sehr schlecht aussah und kein Schuttlebus von der Stadt in den National Park fuhr. Ich nutzte den Tag daraufhin für eine kurze Wanderung entlang des Waikato River‘s bis zu den berühmten Huka Falls, einem kleinen aber schönen Wasserfall nur knapp zwei Stunden Fußweg von der Stadt entfernt. Erst am nächsten Tag hatte ich dann mehr Glück und konnte endlich mein Abenteuer durch den einzigartigen Tongariro National Park starten.

 

Tongariro Alpine Crossing – unterwegs in Mittelerde

Als ich am frühen Morgen am Startpunkt meiner Wanderung ankam, verhieß das Wetter nichts Gutes. Ein dichter Nebel umhüllte die Landschaft und ein leichter Nieselregen tropfte von oben. Noch in der Stadt, als der Shuttlebus vor meinem Hostel anhielt und die Wanderer einsammelte, erzählte uns der Fahrer, dass es für den kommenden Tag zwei Wettervorhersagen existieren würden. Laut der ersten würde das Wetter den ganzen Tag weiterhin recht unfreundlich bleiben, mit Nebel, Wind und Regen, und laut der zweiten hätten wir spätestens ab dem Mittag einen klaren blauen Himmel mit viel Sonnenschein und einen perfekten Sommertag. Beides wäre gleich genau wahrscheinlich und keiner vermag zu sagen, welche Vorhersage nun am Ende zutreffen würde. So unvorhersehbar und unbeständig ist das Wetter in dem Tongariro Massiv. Ein Aufgeben kam aber nicht in Frage, zu groß war die Vorfreude auf diese Wanderung und so machte ich mich auf den Weg, dem Regen zum Trotz, durch dieses karges vulkanisch geprägtes Gelände.

Eigentlich hatte ich mir überlegt, auch den Gipfel von Mt. Ngauruhoe zu erklimmen. Der aktive Vulkan stellt nämlich mit seinen knapp 2291 Metern den zweithöchsten Gipfel des Tongariro Massivs und ist wohl besser bekannt als der Mt. Doom bzw. der Schicksalsberg. Neben der sportlichen Herausforderung war es für mich als ein echter “Herr der Ringe” Fan auch der Gedanke, den berühmten Schicksalsberg zu erklimmen, mehr als reizvoll :-). Die Wetterverhältnisse am Startpunkt des Aufstiegs waren jedoch so schlecht, mit einer Sicht kaum weiter als zwei Meter, starken Windböen und einem immer wieder ansetzenden Regen, dass ich diese Idee leider sehr schnell wieder aufgeben musste.

 

Auf zum Mount Tongariro

Als kleine Entschädigung bin ich dann stattdessen auf den Gipfel von Mt. Tongariro (ca. 1978 m) gewandert, dem zweithöchsten Vulkan nach dem Mt. Ngauruhoe entlang der Wanderstrecke. Das heißt ich hoffe sehr dass ich bis auf den Gipfel geschafft hatte, so hundertprozentig sicher bin ich mir allerdings nicht. Denn die Sicht war da leider auch nicht viel besser, als beim Mt. Ngauruhoe. Die Strecke war zwar ziemlich einfach und auch bei schlechten Wetterverhältnissen gut zu bewältigen, allerdings bei einer Sicht von nur wenigen Metern kann es schon mal verdammt schwer sein, so einen Gipfel zu finden. Ich bin dann einfach den mehr oder weniger markierten Pfad gefolgt, bis er irgendwann zu Ende war und ich der Ansicht war, dass ich den höchsten Punkt erreicht hatte. Es heißt, dass man von Mt. Tongariro so eine unglaublich tolle Aussicht hat, dass man die Insel fast bis zu der Küste überblicken kann. Ich fand mich stattdessen in einer dichten milchweißen Wolke, so dass ich nicht mal den Abgrund 2 Meter vor mir sehen konnte. Bereut habe ich es aber dennoch nicht, denn die Wanderstrecke war richtig toll und wie oft kann man schon sagen, dass man auf den Gipfel eines Vulkans gestiegen ist, selbst wenn man es gar nicht gesehen hat ;-).

 

 

Ich fand generell die Landschaft in Tongariro National Park atemberaubend, so einzigartig und wunderschön. Denn im Gegensatz zu unseren heimischen Alpen in Europa, sind die Berge in Neuseeland geologisch gesehen sehr viel junger und auch aktiver. Und das spiegelt sich im Gelände sofort wieder. Und obwohl es auf den ersten Blick so karg und leblos aussieht, macht gerade das einen besonderen Reiz aus, als wäre man in einer ganz anderen Welt gelandet, auf einem anderen Planeten.

Der blutrote Krater

Nachdem ich von Mt. Tongariro wieder abgestiegen bin und zurück auf der ursprünglichen Wanderstrecke angekommen war, setzte ich die ursprüngliche Wanderung fort. Und der nächste große Highlight lag direkt vor mir, der Red Crater. Der teils in sich kollabierte Vulkankegel lag ungefähr in der Mitte der Strecke und war schlicht unglaublich. Mit roten Gesteinswänden machte er seinem Namen alle Ehren. Und dass er immer noch ziemlich aktiv war, spürte man auf der Stelle. Weiße Rauchsäulen stiegen von seinen Wänden und der Boden entlang des Kraterrandes war richtig warm.

 

Das Wetter bessert sich

Zu diesem Zeitpunkt besserte sich auch das Wetter spürbar, die Wolken verschwanden langsam und die warmen Sonnenstrahlen erhellten die Landschaft. Es schien als ob die zweite Wettervorhersage zutreffen würde, welch ein Glücksfall. Und so bot sich mir ein unglaubliches Panorama an. Die großen Teile des National Parks ließen sich vom Rand des Roten Kraters überblicken. Sogar der Mt. Ngauruhoe tauchte aus den Wolken und war nun in seiner vollen Pracht zu sehen. Irgendwie fand ich es schon richtig schade, dass ich nicht mehr genug Zeit hatte, seinen Gipfel zu besteigen, jetzt wo das Wetter so gut geworden ist.

 

Der gigantische Krater

Auf der anderen Seite vom Roten Krater bot sich ein nicht weniger spektakuläres Panorama an. Der schier endlose Central Crater des Tongariro Massiv lag fast direkt vor meinen Füßen. Bei dem Anblick musste ich nur daran denken, wie gigantisch wohl die Eruptionen sein mussten, die dieser riesige Vulkan früher ausgespuckt hat. Man füllt sich auf einmal so klein und unbedeutend vor diesen ungeheuren Kräften der Natur.

 

Die Seen von Tongariro

Direkt am Rande des Central Craters lag ein weiteres großes Highlight der Wanderung. Eigentlich waren es genau genommen sogar ganze drei, die drei kleinen Seen mit einer wunderschönen smaragdgrünen Wasserfarbe, die Emerald Lakes. Und in der Ferne, oberhalb des Central Craters schimmerte die blaue Wasseroberfläche des großen Blue Lakes.

 

 

Da der weitere Wanderpfad direkt am Rande des Central Craters und an jedem der vier Seen vorbei fuhr, konnte ich sie mir alle aus der Nähe anschauen. Besonders der größte Emerald Lake war richtig beeindruckend, mit einer wunderschön schimmernden smaragdgrünen Wasseroberfläche. Während der Blue Lake aus der Nähe regelrechet gigantisch wirkte.

 

 

Nachdem ich den Blue Lake hinter mir gelassen hatte, führte mich der weitere Wanderpfad auf einem langsamen Abstieg wieder zurück ins Tal. Nach ein paar letzten spektakulären Panoramen und einem verzwickten Pfad durch einen Wald erreichte ich dann schließlich einen kleinen Parkplatz am Ende der Wanderstrecke, wo bereits ein Shuttlebus für die Fahrt zurück nach Taupo auf mich wartete. Eine unglaubliche Wanderung lag hinter mir. Und wenn ich eine Revue passieren lassen darf, dann war es eindeutig eine der tollsten, die ich in Neuseeland machen durfte.

Zurück in der Stadt hieß es dann wieder packen, noch eine letzte Fahrt lag vor mir, in die große Stadt Wellington. Die Hauptstadt von Neuseeland, die ganz im Süden der Insel lag, war nun mein letztes Ziel auf der Nordinsel Neuseelands.

 

Wellington

Wenn der Wind durch die Straßen peitscht und dein Backpack zu einem Segel wird, dann weiß du dass du in Wellington, der windigsten Stadt der südlichen Hemisphäre bist. Und tatsächlich war mein erster Gedanke, als ich aus dem Bus stieg, ob ich wohl bei meiner Ankunft ausgerechnet in einen Sturm geraten bin. Ich musste regelrecht gegen die starken Windböen, die mich immer wieder erfassten, ankämpfen, während ich durch die Stadt zu meinem Hostel lieft, und mein großer Rucksack wie ein ausgebreiteter Segel unermüdlich darauf hinwirkte mich von der Straße schieben zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass das hier eigentlich ganz “normales” Wellington-Wetter ist. Man muss aber auch sagen, dass ich in der Zeit, in der ich in der Stadt war, auch einige richtig windstille Tage erwischt hatte, so dass solches Sturmwetter hier in Wellington zwar wohl öfters vorkommt, jedoch kein Dauerzustand ist.

Was meine Zeit in der Stadt angeht, so hatte ich geplant nur ein paar wenige Tage hier zu verbringen, da ich noch auf einen Reisepartner warten musste, mit dem ich einen Roadtrip im Norden der Südinsel geplant hatte. Und so standen ein paar entspannte Tage in der Stadt auf der Tagesordnung. Mittlerweile war ich bereits seit mehr als einem Monat unterwegs und diese kleine Pause tat richtig gut.

Neben den ausgedehnten Spazier- und Bummeltouren durch die Stadt hatte ich auch einen Ausflug auf den fast in der Mitte der Stadt liegenden Mt. Victoria gemacht. Die Aussicht auf die Stadt ist von hier aus einfach phänomenal. Besonders zum Sonnenuntergang, wenn überall in der Stadt Lichter angehen und ein gigantischer Lichtermeer bis weit in die Ferne entsteht. Umso heftiger war allerdings der Wind an jenem Tag hier oben.

 

Auf den Spuren der Hobbits

Als ich bei der Wanderung zum Aussichtspunkt von Mt. Victoria einen kleinen Stadtwald, das am Fuße und den Hängen des Berges lag, passierte, entdeckte ich eine weitere ziemlich interessante Sehenswürdigkeit, die wohl besonders für die “Herr der Ringe” Fans interessant wäre. Hier liegt nämlich eine der zahlreichen Filmlocations. Erinnert ihr euch noch an die Szene, als die vier Hobbits sich vor einem Nazgul hinter einem Baum am Straßenrand verstecken mussten? Genau die Stelle ist es. Allerdings handelte es sich damals um einen künstlichen Baum, der an der besagten Stelle platziert wurde und später nach den Dreharbeiten wieder entfernt wurde, so dass es nicht ganz einfach ist, den genauen Drehort zu finden. Jedoch mit etwas Glück, einer passenden App und dem GPS nicht unmöglich :-).

 

Die Geschichte von Neuseeland

Abgesehen vom Stadtbummeln und den Wald nach Filmlocations durchforsten, stand auch etwas Kulturprogram an der Tagesordnung. So habe ich das wohl berühmteste Museum in ganz Neuseeland, Museum of New Zealand “Te Papa Tongarewa”, besucht. Wörtlich übersetzt heißt dieser Name so etwas wie “Die Schatzkiste”. Und das finde ich absolut zutreffend. Ein unglaublich tolles Museum, richtig modern und mit vielen interessanten Exponaten und Ausstellungen zu der Geschichte Neuseelands. Besonders unser Guide war einfach Spitzenklasse, so unterhaltsam und witzig wie er die Geschichten zu den einzelnen Exponaten präsentierte. Noch nie hatte ich so eine spannende Tour erlebt.

 

 

Nach fast einer Woche in Wellington war es dann endlich soweit, ich konnte eine Fähre zur Südinsel nehmen. Viele neue Abenteuer standen bevor. Und meine Zeit in Neuseeland ging nun in die zweite Runde.

Inhaltsverzeichnis

Nordinsel

1. Auckland, willkommen in Neuseeland

2. Northland, ein Naturparadies im Norden Neuseelands

3. Im Land der Vulkane

4. Von einsamen Stränden und dichten Urzeitwäldern

5. Wandern in Neuseeland

Südinsel

1. Golden Bay und Abel Tasman Coast Track

2. Heaphy Track und Nelson Lakes National Park

3. Pancakes Rocks, Hokitica Gorge, Arthur’s Pass und Tekapo

4. Mount Aoraki, Wanaka und Franz Josef Glacier

5. Queenstown und Milford Track

6. Catlins und die Moeraki Boulders

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *