Meine zweite große Reise führte mich auf die traumhaften Inseln Neuseelands. Aotearoa, eine lange weiße Wolke, nannten es seinerzeit die ersten Maori, die diese Inseln entdeckten. Ein wahres Naturparadies in dem Südpazifik. Und auch noch heute bieten die Inseln so viel einzigartige Natur und so viele unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten, die nur in diesem Teil der Welt beheimatet sind. Und so war ich besonders gespannt und voller Vorfreude dieses Land zu entdecken.

Ganze drei Monate lang durfte ich die beiden Inseln bereisen und dabei das eine oder andere spannende Abenteuer erleben. Hier kommt nun mein Erlebnisbericht über diese abenteuerliche Reise durch das wunderschöne Neuseeland. Und so startet diese Reise im Norden der Nordinsel, mit der Ankunft in der Weltmetropole Auckland….

Auckland

Auckland, die große Stadt im Norden der Nordinsel gilt für viele als das Tor nach Neuseeland. Nicht wenige, die in dieses wunderschöne Land kommen, starten ihr Abenteuer genau hier. Die Stadt selbst umfasst eine beachtliche Fläche und gilt als die größte Stadt Neuseeland, in der fast ein Drittel der gesamten neuseeländischen Bevölkerung lebt.

Der Stadtkern von Auckland ist jedoch recht kompakt und umfasst nur relativ wenige Straßenzüge, die an die Meeresbucht vor Auckland angrenzen und fast immer voller Touristen sind. Inmitten von diesem Großstadtdschungel steht auch das größte Gebäude der Stadt, der Sky Tower. Der riesige Turm erhebt sich wie ein gigantisches Monument über die Häuserschluchten und bietet von seinen Aussichtsplattformen einen spektakulären Blick über die Stadt. Da der Eintritt hier jedoch kostenpflichtig war, entschied ich mich für eine viel günstigere aber nicht weniger spektakuläre Alternative, nämlich den Gipfel von Mt. Eden. Dieser erloschene Vulkan, der eher einer großen grünen Kegel gleicht, liegt im Süden der Stadt, etwa drei viertel Stunde Fußweg von der Innenstadt entfernt, und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders am späten Abend, nach dem Sonnenuntergang, ist der Ausblick von seinem Gipfel auf die bunt erleuchtete Stadt einfach traumhaft.

Viaduct Harbour

Besonders gefallen hat mir auch der Viaduct Harbour, ein größeres Gebiet rund um einen Teil des Hafens von Auckland, das neben den vielen privaten Anlegestellen für kleinere und größere Yachten auch mehrere gehobene Wohnviertel umfasst. Hier befinden sich ebenfalls einige schöne Restaurants und Bars, die entlang einer langen Promenade fast direkt am Meer liegen und sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touristen sehr beliebt sind. Es war jedes Mal richtig toll hier entlang zu schlendern, vorbei an den schönen Cafés, und den Blick auf das Meer genießen.

Naturparadies Rangitoto

Die richtig interessanten Ausflugsziele liegen jedoch alle außerhalb der Stadt. Und da sollen die kleinen Inseln unweit der Küste vor Auckland nicht unerwähnt bleiben. Besonders die beiden Inseln Rangitoto und Waiheke Island genießen eine große Beliebtheit bei den Touristen. Und während die Waiheke Island eine recht große Siedlung beherbergt und mit vielen kleinen Stränden und schönen küstennahen Wanderwegen glänzt, ist Rangitoto Island nahezu unbewohnt und gleicht fast einem kleinen Naturparadies.

Das Besondere an dieser Insel ist, dass sie eigentlich ein erloschener Vulkan ist, der erst vor wenigen Jahrhunderten seinen letzten Ausbruch hatte. Und so finden sich auf der ganzen Insel verstreut vereinzelte erstarrte schwarze Lavaströme, die wie zeitlose Zeugen noch heute an diese turbulente Zeit der kleinen Insel erinnern. Neben diesen schwarzen Lavafeldern ist die Insel auch mit vielen Tunneln und Höllen durchzogen, die bei den Ausbrüchen von den unterirdischen Lavaströmen gebildet wurden. Einige davon liegen sogar in einer unmittelbaren Nähe zu den Wanderwegen und lassen einen Blick hinein riskieren. Und das ließ ich mir natürlich auch nicht entgehen und erforschte sogleich solch einen Tunnel, dessen Eingang direkt am Wanderpfad lag. Drinnen herrschte völlige Dunkelheit und im Licht meiner Taschenlampe offenbarte er schwarze Wände aus dem erstarten Vulkangestein. Auf den ersten Blick vielleicht nichts spektakuläres, war es dennoch sehr spannend an solch einem besonderen Ort zu stehen.

 

Wandern auf Rangitoto

Generell bittet die Insel viele schöne naturnahe Wanderwege, auf denen sich so manch eine Stunde beim Wandern verstreichen lässt. Der Höhepunkt einer jeder Wanderung ist dann schließlich der Gipfel von Mt. Rangitoto, dem Vulkan, der diese Insel eins gebildet hat. Von hier aus bittet sich ein unglaublicher Ausblick auf die Bucht von Auckland, die Stadt selbst und die umgebende und schier unendliche Landschaft. Sogar der Coromandel lässt sich in der Ferne ausmachen. Einfach nur überwältigend und wunderschön.

 

 

Mir wurde oft gesagt, dass Auckland eine perfekte Stadt zum Leben sei. So viele Freizeit- und Kulturangebote, und immer wieder kleinere Veranstaltungen wie Stadtfeste oder öffentliche Musikfestivals machen das Leben hier zweifellos sehr lebenswert. Aber während die Stadt für die Einheimische ein ganz besonderes Lebensgefühl bedeutet, ist sie für die Reisende eher weniger interessant. Denn so viel zu tun gibt es für die Besucher hier eigentlich nicht. Und die meisten, die nach Auckland kommen, bleiben nur ganz kurz in der Stadt, um ihre Reise zu planen, vielleicht ein Auto zu mieten oder zu kaufen, und dann sogleich wieder aufzubrechen. Denn wer nach Neuseeland kommt, möchte die wunderschöne und einzigartige Natur dieser Inseln erleben, und nicht zu viel Zeit in einer Großstadt verbringen. Und so war auch ich froh, als ich zusammen mit zwei Reisepartnern, die ich in der Stadt kennenlernte, nach einer Weile Auckland wieder verlassen durfte, Richtung Norden nach Northland, und mein Abenteuer Neuseeland endlich richtig losging.

 

Inhaltsverzeichnis

Nordinsel

1. Auckland, willkommen in Neuseeland

2. Northland, ein Naturparadies im Norden Neuseelands

3. Im Land der Vulkane

4. Von einsamen Stränden und dichten Urzeitwäldern

5. Wandern in Neuseeland

Südinsel

1. Golden Bay und Abel Tasman Coast Track

2. Heaphy Track und Nelson Lakes National Park

3. Pancakes Rocks, Hokitica Gorge, Arthur’s Pass und Tekapo

4. Mount Aoraki, Wanaka und Franz Josef Glacier

5. Queenstown und Milford Track

6. Catlins und die Moeraki Boulders

 

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